True Italian Awards 2026: Zum Heiligen Teufel ist Berlins italienisches Restaurant des Jahres und gewinnt gleich drei Awards
Antonio Di Santo ist der große Gewinner der zweiten Ausgabe der Awards. Doppelter Erfolg für Kuchen von Gaia, Malafemmena verteidigt den Titel als Pizzeria des Jahres. Franco Francucci erhält den Preis für sein Lebenswerk

Drei Auszeichnungen für Zum Heiligen Teufel, zwei für Kuchen von Gaia, Malafemmena zum zweiten Mal in Folge als Pizzeria des Jahres und ein Preis für das Lebenswerk, der auf mehr als 60 Jahre italienische Gastronomiegeschichte in Berlin zurückblickt.
Das sind einige der wichtigsten Ergebnisse der True Italian Awards 2026. Rund 250 Gäste aus Gastronomie, Medien und Branche kamen am Sonntag, den 6. September, zur zweiten Ausgabe der Preisverleihung im Fotografiska Berlin zusammen.
Der große Gewinner des Abends war Antonio Di Santo, Küchenchef und Inhaber von Zum Heiligen Teufel. Gleich drei Auszeichnungen gingen an sein Restaurant: Italienisches Restaurant des Jahres, Premium-Restaurant des Jahres und Innovativstes Menü des Jahres.
Über die Gewinner entschied eine unabhängige Jury aus 24 Journalist:innen, Gastronomiekritiker:innen, Food-Autor:innen und Branchenexpert:innen aus Deutschland und Italien. In der Jury waren unter anderem Medienschaffende vertreten, die für tipBerlin, Berliner Zeitung, Berliner Morgenpost, Corriere della Sera, Sky TG24, Mit Vergnügen und Spreeradio tätig sind.
Die Verleihung der True Italian Awards bildete den Abschluss von Frizzante, der von tipBerlin in Zusammenarbeit mit True Italian organisierten Veranstaltung, und beendete einen Tag ganz im Zeichen der italienischen Esskultur im Herzen Berlins.
Antonio Di Santo und Zum Heiligen Teufel: drei Awards an einem Abend
Mit drei Auszeichnungen war Zum Heiligen Teufel der große Gewinner der True Italian Awards 2026.
Das Restaurant von Antonio Di Santo, Küchenchef und Inhaber, überzeugte in drei unterschiedlichen Bereichen: als Premium-Restaurant des Jahres, mit dem Innovativsten Menü des Jahres und vor allem als Italienisches Restaurant des Jahres, der wichtigsten übergreifenden Auszeichnung der Awards.
Damit wurden sowohl das Niveau des gastronomischen Gesamterlebnisses und die Kreativität in der Küche als auch die Fähigkeit gewürdigt, in Berlin ein zeitgemäßes und unverwechselbares italienisches Restaurantkonzept zu entwickeln.
Der Titel Italienisches Restaurant des Jahres nimmt innerhalb der True Italian Awards eine besondere Stellung ein: Er zeichnet keine einzelne gastronomische Spezialisierung aus, sondern das Restaurant, das im vergangenen Jahr innerhalb der italienischen Gastronomieszene Berlins insgesamt besonders herausgestochen ist.

Franco Francucci: vom „Pappkoffer“ zu drei Generationen italienischer Gastronomie in Berlin
Einer der emotionalsten Momente des Abends war die Verleihung des Sonderpreises für das Lebenswerk an Franco Francucci, der die Auszeichnung gemeinsam mit seinen Söhnen Louis und Elia entgegennahm.
Auf der Bühne erzählte Francucci vor allem die Geschichte seines Vaters, Franco Francucci Senior, der Ende der 1950er-Jahre nach Deutschland kam – mit jenem „Pappkoffer“, an den Franco als Symbol für eine ganze Generation italienischer Einwanderer erinnerte.
Aus dieser Ankunft und dem Willen, sich mit harter Arbeit etwas aufzubauen, entstand eine unternehmerische Geschichte, die heute mehr als sechs Jahrzehnte und drei Generationen umfasst.
Nachdem Francucci senior Anfang der 1960er-Jahre nach Berlin gekommen war, eröffnete er La Grotta in der Bleibtreustraße und später das berühmte Ciao Ciao am Lehniner Platz, das zu einer Institution der Gastronomie im damaligen West-Berlin werden sollte.
1996 eröffnete sein Sohn Franco das Francucci am Kurfürstendamm 90, führte das Familienerbe weiter und gab ihm zugleich eine eigene Identität. Heute setzt bereits die dritte Generation diese Geschichte fort.
Franco Francucci senior verstarb am 16. Februar 2024. Mit dem Preis für das Lebenswerk für Franco Francucci würdigt True Italian deshalb nicht nur die Laufbahn eines Gastronomen, sondern die Geschichte einer Familie, die die italienische Esskultur in der deutschen Hauptstadt mitgeprägt hat.

A’ Muntagnola gewinnt – und Pino Bianco kündigt seine Rückkehr in die Basilikata an
Eine weitere besondere Geschichte des Abends schrieb die Trattoria A’ Muntagnola, Gewinnerin in der Kategorie Regionale Küche des Jahres.
Auf der Bühne kündigte Gründer Pino Bianco an, Berlin bald zu verlassen und dauerhaft in die Basilikata zurückzukehren – in jene Region also, deren Küche A’ Muntagnola seit Jahrzehnten in der deutschen Hauptstadt repräsentiert.
Die Berliner Geschichte des Restaurants geht jedoch weiter. Seine Mutter Angela Matarrese, die legendäre Seele von A’ Muntagnola, bleibt in der Stadt. Gemeinsam mit Tina Sento, die als Geschäftspartnerin bereits seit Jahren maßgeblich die Geschicke des Restaurants führt, wird die Geschichte des Lokals fortgesetzt.
Der Moment hat auch innerhalb der Geschichte der True Italian Awards eine besondere Bedeutung: Angela Matarrese und Pino Bianco erhielten 2025 den ersten Preis für das Lebenswerk der Veranstaltung – als Anerkennung für mehr als 30 Jahre, in denen sie die Küche der Basilikata nach Berlin gebracht haben.
Ein Jahr später steht A’ Muntagnola nun erneut auf der Bühne, diesmal als Regionale Küche des Jahres – genau in dem Moment, in dem Pino sich darauf vorbereitet, in jene Region zurückzukehren, in der diese gastronomische Geschichte ihren Ursprung hat.
Zwei Awards für Kuchen von Gaia, Malafemmena verteidigt den Titel
Zu den weiteren Gewinnern der zweiten Ausgabe gehören Giulio Silveri und Kuchen von Gaia. Das Projekt erhielt gleich zwei Auszeichnungen: Italienisches Café/Konditorei des Jahres und Italienisches Street Food des Jahres.
Kuchen von Gaia, das einen festen Standort in der Markthalle Neun hat, wurde damit sowohl für seine Patisserie als auch für die Fähigkeit ausgezeichnet, diese in ein zeitgemäßes und unmittelbar zugängliches Format zu übertragen.
Eine wichtige Titelverteidigung gab es bei der Pizza: Malafemmena ist zum zweiten Mal in Folge Pizzeria des Jahres. Nach dem Sieg bei der ersten Ausgabe der True Italian Awards 2025 konnte sich Malafemmena auch 2026 bei der Jury durchsetzen.
Die Auszeichnung als Pasta-Restaurant des Jahres ging an Mani in Pasta, während Ripieno den Titel Comfort Food Restaurant des Jahres gewann – eine Kategorie für Restaurants, bei denen Qualität, Beständigkeit, Preis-Leistungs-Verhältnis und Gastfreundschaft dafür sorgen, dass man immer wieder gerne zurückkehrt.

Bar Nonno widmet den Sieg dem Großvater
Auch die Auszeichnung Aperitivo-Lokal des Jahres, die an Bar Nonno ging, rückte die Bedeutung von Familiengeschichten in den Mittelpunkt.
Bei der Entgegennahme des Awards widmete der Inhaber die Auszeichnung seinem Großvater, der auch den Namen des Lokals inspiriert hat.
Eine Geste, die einen roten Faden des Abends auf den Punkt brachte: Eine neue Generation italienischer Lokale blickt nach vorn, baut ihre Identität aber häufig auf Erinnerungen, Familiengeschichten und Traditionen auf.

Alle Gewinner der True Italian Awards 2026
Italienisches Restaurant des Jahres: Zum Heiligen Teufel
Premium-Restaurant des Jahres: Zum Heiligen Teufel
Innovativstes Menü des Jahres: Zum Heiligen Teufel
Pizzeria des Jahres: Malafemmena
Pasta-Restaurant des Jahres: Mani in Pasta
Comfort Food Restaurant des Jahres: Ripieno
Italienisches Café / Konditorei des Jahres: Kuchen von Gaia
Italienisches Street Food des Jahres: Kuchen von Gaia
Aperitivo-Lokal des Jahres: Bar Nonno
Italienische Weinbar des Jahres: Cantine St. Ambroeus
Italienische Cocktailbar des Jahres: Glasweise
Regionale Küche des Jahres: Trattoria A’ Muntagnola
Italienischer Feinkostladen des Jahres: Viani
Gelateria des Jahres: Zàgara
Entdeckung des Jahres: Rasoterra
Italienisches Lokal des Jahres für Location: Café Botanico
Italienisches Lokal des Jahres für veganes Angebot: Gemello
Sonderpreis für das Lebenswerk: Franco Francucci
Von den ersten Gastronomenfamilien zur neuen italienischen Küche Berlins
Die zweite Ausgabe der True Italian Awards hat gezeigt, wie sehr sich die Bedeutung von italienischer Gastronomie in Berlin in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat.
Die Liste der Gewinner reicht heute von Fine Dining und Comfort Food über Pizza und Pasta, Patisserie und Street Food bis hin zu Cocktails, Wein, regionaler Küche und veganen Angeboten. Neben klassischen italienischen Restaurants sind spezialisierte Konzepte und eine neue Generation von Unternehmer:innen und Köch:innen entstanden, die ausgehend von der italienischen Esskultur zeitgemäße und individuelle Projekte entwickeln.
Gleichzeitig erinnerten die Geschichten von Franco Francucci und Pino Bianco auf der Bühne an die Grundlagen, auf denen diese neue Szene entstanden ist.
So brachte ein einziger Abend symbolisch mehr als 60 Jahre italienische Gastronomiegeschichte in Berlin zusammen: von den ersten Generationen, die im Zuge der italienischen Nachkriegsmigration nach Deutschland kamen, bis zu den heutigen Protagonisten der Berliner Gastronomie.
Genau darin liegt auch die Idee der True Italian Awards: Es geht nicht darum, in absoluten Kategorien „die besten italienischen Restaurants Berlins“ zu bestimmen, sondern jedes Jahr jene Lokale und Projekte auszuzeichnen, die sich durch Qualität, Identität, Entwicklung, Originalität, Konsequenz und ihren Beitrag zur italienischen Esskultur in der Stadt besonders hervorgetan haben.
Über die Gewinner 2026 entschied eine unabhängige Jury aus 24 Persönlichkeiten der deutschen und italienischen Gastronomie- und Medienwelt, darunter Journalist:innen, Kritiker:innen, Food-Autor:innen, Sommeliers und Branchenexpert:innen. In der Jury waren unter anderem Medienschaffende von tipBerlin, Berliner Zeitung, Berliner Morgenpost, Corriere della Sera, Sky TG24, Mit Vergnügen und Spreeradio vertreten.
Der Sonderpreis für das Lebenswerk wird hingegen direkt vom Team von True Italian vergeben.
Die nächsten True Italian Events in Deutschland
Nach den True Italian Awards geht das Herbstprogramm mit zwei der wichtigsten Veranstaltungen von True Italian weiter: der True Italian Pizza Week (15.–25. Oktober) und der True Italian Pasta Week (12.–22. November).
Beide Initiativen bringen 2026 italienische Lokale in Berlin, Hamburg und München zusammen und widmen sich der italienischen Pizza- beziehungsweise Pastakultur.
Fotos und Interviews für die Presse
Hochauflösende Fotos von der Preisverleihung, den Gewinnern und der Übergabe der Awards stehen für redaktionelle Zwecke unter diesem Link zur Verfügung.
Das Team von True Italian steht Redaktionen für Interviews und Hintergrundgespräche zu den True Italian Awards, den Ergebnissen der Ausgabe 2026 und zur Entwicklung der italienischen Gastronomie in Berlin zur Verfügung.
Auf Anfrage vermitteln wir außerdem gerne Interviews mit den Gewinnern und Protagonisten des Abends.
Über True Italian
True Italian wurde 2015 in Berlin gegründet, um authentische italienische Esskultur in Deutschland zu fördern und sichtbar zu machen.
Seit mehr als zehn Jahren begleitet das Projekt die Entwicklung der italienischen Gastronomie mit einem Netzwerk von Lokalen und Veranstaltungen für das deutsche Publikum, darunter die True Italian Pizza Week, die True Italian Pasta Week, gastronomische Festivals und die True Italian Awards.
Die zweite Ausgabe der True Italian Awards wird von Berlin Italian Communication im Rahmen des Projekts True Italian organisiert.
Pressekontakt
Sara Trovatelli
+49 1575 7708708
press@berlinitaliancommunication.com
True Italian / Berlin Italian Communication
Gryphiusstr. 26, 10245 Berlin
+49 30 628 674 42